Beispielhaft sind die folgenden Einsatzbereiche für Medizinprodukte unter Nutzung von Nanotechnologie:

  • In der Allgemeinen Medizin z.B. eine anti-mikrobielle Zusatzwirkung durch Silberbeschichtung von Verbandsstoffen und Stützstrümpfen.
  • In der Kardiologie z.B. die Beschichtung von Kathetern (Silberbeschichtung) mit dem Ziel der Bakteriostase.
  • In der Implantologie die Vermittlung der Biokompatibilität durch die Beschichtung mit titanhaltigen Materialien, die Änderung der Oberflächeneigenschaften von Implantaten durch Beschichtung mit Diamantwerkstoffen zur Verbesserung der Kontaktfläche oder die Verwendung von Hydoxylapatit in kristalliner Form als Knochenersatzmaterial.
  • In der Dialysetechnik die Behandlung von Membranen und Hohlfasern mit Nanotechnologie zur Herstellung spezifischer Filtrationseigenschaften.
  • In der Onkologie der Einsatz magnetischer eisenhaltiger Nanopartikel in der Tumortherapie zur lokalen Gewebezerstörung mittels hochfrequenten Magnetwechselfeldern und die Verwendung von mit spezifischen Antikörpern beschichteten Kathetern zur Diagnostik von tumorspezifischen Zellen im Blut.

Eine Datenbank mit einem Überblick über alle Medizinprodukte, die in Europa auf dem Markt sind, ist geplant. (Deutscher Bundestag, Bundesdrucksache 17/3771)