Eisen und Eisenoxide – Verhalten

Eisenoxid-Nanopartikel werden hauptsächlich über Rezeptor-vermittelte Endozytose aufgenommen und dann in den Lysosomen der Zelle metabolisiert.

Die direkte Verabreichung in den Körper (z.B. intravenöse Injektion in die Blutbahn) führt zu einer raschen und gewollten Verteilung der Partikel im ganzen Körper. Dabei können SPION mit speziellen Proteinen beschichtet werden, um sie gezielt zu bestimmten Organen oder Zellen zu dirigieren (z.B. mit Folat zur Markierung von Krebszellen).

Die Blut-Hirn-Schranke stellt eine sehr effiziente Barriere für Giftstoffe dar und schützt somit das Gehirn vor schädlichen Einflüssen. Gleichzeitig verhindert sie aber auch die gezielte Applikation von Medikamenten (z.B. gegen Hirntumoren) und den effizienten Durchtritt von Kontrastmitteln für die Magnetresonanztomographie (MRT).

Das Umweltverhalten von Eisen und Eisenoxid-Nanopartikeln wird von einer Vielzahl verschiedener Faktoren beeinflusst. Befinden sich die Partikel im Wasser, so spielen unter anderem der Salzgehalt der Umgebung, der pH-Wert und die Anwesenheit von gelösten organischen Substanzen eine Rolle. Unbeschichtete technische Nanopartikel verhalten sich wie natürlich vorkommende eisenbasierte Nanopartikel und agglomerieren zu einem gewissen Grad.