Gold-Nanopartikel werden bereits seit mehreren Jahrhunderten genutzt: Werden Golddämpfe in Glas eingebracht, tauchen die Nanopartikel das Material in einen prächtigen roten Farbton, der niemals ausbleicht. Solches Glas wurde beispielsweise für Schmuck und farbige Kirchenfenster verarbeitet. Heutzutage finden Gold-Nanopartikel eine vielfältige Verwendung: in Schwangerschafts-Teststreifen, für die Tumor-Diagnose und –Therapie (z.B. Brustkrebs) oder als Bindungspartner für Quecksilberverunreinigungen in der Atmosphäre. Nanometerkleine Goldpartikel spielen auch vermehrt eine Rolle in der Elektronik, z.B. als Verbindung zwischen Kohlenstoff-Nanoröhrchen in Touch-Screens.

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?Goldbarren Goldbarren

Bereits seit Jahrhunderten kommen Menschen täglich mit Gold in Kontakt, indem sie es als Schmuck am Körper tragen – oder als Zahngold im Mund. Der Abrieb solcher Goldoberflächen kann aus Nanopartikeln bestehen. In verschiedenen Kulturen werden Goldstaub oder Goldplättchen zur Dekoration von Nahrung verwendet (z.B. Danziger Goldwasser), und in einigen asiatischen Ländern wird essbares Gold in Fruchtgummi oder in Kaffee verwendet und in Europa sind aktuell Textilien mit einer Nanoschicht Gold auf den Fäden im Fashionbereich zu bekommen.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Generell zeigt Gold eine hohe Bioverträglichkeit und nur eine geringe Toxizität. Wenn man die jahrhundertelange Verwendung als Goldschmuck zugrunde legt, so wird die gute Verträglichkeit zumindest für die Haut deutlich. Nanopartikel aus Gold, die verschluckt werden, scheidet der Körper nahezu vollständig wieder aus. In den wenigen Fällen einer negativen gesundheitlichen Reaktion auf Gold konnte diese auf ein bestimmtes Hüllmaterial zurückgeführt werden (CTAB: Cetyltrimethylammoniumbromid). Die Größe spielt bei möglichen Wirkungen von Goldpartikeln eine wichtige Rolle, da Nanopartikel unterhalb von 5 nm durchaus auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Es konnte inzwischen auch gezeigt werden, dass beschichtete Gold-Nanopartikel die Plazentaschranke nicht durchdringen können.

 

Fazit

Die lange Geschichte der Menschheit ist eng mit Edelmetallen wie Gold verbunden. Daher hatten wir schon immer Umgang mit diesen Metallen und werden ihn auch in Zukunft haben. Generell können auch Gold-Nanopartikel als biologisch wenig kritisch betrachtet werden.