Kupferrohre      © axe olga / fotolia.comKupferrohre © axe olga / fotolia.com

 

Von dem rotbraunen Metall Kupfer werden mehr als 20 Millionen Tonnen jedes Jahr verarbeitet: Sowohl Kupfer als auch Kupferoxid sind Standardmaterialien für elektrische Kabel und für Münzen. Als aktiver Bestandteil sind sie in Biozidprodukten (z.B. in Holzschutzmitteln und Antifouling-Farben) enthalten. Kupferoxid findet sich außerdem wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften in verbrauchernahen Produkten wie Kissenbezügen oder Socken. Kupfer ist aber auch ein essenzielles Spurenelement, unentbehrlich für wichtige Enzyme im menschlichen Körper. Erwachsene Menschen sollten täglich ca. 1 – 1.5 mg davon aufnehmen.

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

Die Wahrscheinlichkeit einer Aufnahme von Kupfer über die Haut, wenn man z.B. Geldmünzen anfasst, wird als sehr niedrig eingestuft. Arbeiter in Metall verarbeitenden Fabriken könnten andererseits durch das Einatmen von Kupferoxid-Dämpfen bei Schmelzvorgängen das sogenannte Metallfieber bekommen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung mit Symptomen, die einer Grippeinfektion gleichen. Allerdings enthalten auch Vitamintabletten oder ähnliche Produkte Kupferoxid als eine sichere Quelle zur Kupferergänzung. Es sollte jedoch unbedingt vermieden werden, ein Übermaß dieser Präparate einzunehmen.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Nach Verschlucken von Kupferoxidpulver oder auch Einatmen der Dämpfe können gesundheitliche Effekte wie Übelkeit, Brechdurchfall oder dunkler Stuhl beim Menschen auftreten. Allerdings sind diese Symptome nur nach hohen Dosen zu beobachten – und auch nur, wenn sich das Kupfer aus dem Kupferoxid herauslöst, wodurch es bioverfügbar wird. Dennoch ist Kupfer ein essenzielles Spurenelement, das für die normalen Funktionen des Körpers notwendig ist, z.B. für das Nervensystem, das Immunsystem, das Herz und die Haut sowie für die Bildung neuer Gefäße. Kupfer kann sehr gut vom menschlichen Körper verarbeitet werden, wobei einige Tierarten  wesentlich empfindlicher auf die Kupfer-Toxizität reagieren.

 

Fazit

Im täglichen Leben haben wir nahezu ständig Kontakt mit Kupfer oder Kupferoxid, da es in vielen Produkten enthalten ist. Auch wenn Kupfer ein essenzielles Spurenelement ist, sollte nicht vergessen werde, dass es in Überdosierung auch zu Hautreizungen führen kann. Die Handhabung von Kupfer speziell von Kupferoxidpulvern (z.B. Nanopestizide) sollte daher sehr vorsichtig geschehen.