Platin ist ein seltenes Edelmetall und wird zur Herstellung von Schmuck, Fahrzeugkatalysatoren, Laborgeräten, Zahnimplantaten, Werkstoffen für elektrische Kontakte und auch in der Medizin verwendet. Weil es so selten auf der Erde vorkommt, ist es teurer als Gold. Dagegen sieht es aber nicht außergewöhnlich aus, es hat einen silbernen Farbton.

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?Barren aus Platin          © Heimerle+Meule GmbHBarren aus Platin © Heimerle+Meule GmbH

Das Tragen von Platinschmuck ist unbedenklich. Platin wird bei der Herstellung von elektrischen Schaltkontakten, Heizleitern oder Thermoelementen verarbeitet. Aufgrund seiner hohen Schmelztemperatur und Korrosionsbeständigkeit wird es zum Bau von medizinischen und technischen Geräten verwendet. Zu einem direkten Kontakt mit freien Platinpartikeln kommt es bei diesen Anwendungen nicht.
60 % des weltweiten Bedarfs an Platin werden für Fahrzeug-Katalysatoren verwendet. Hier können kleinste Mengen aus dem Katalysator in den Abgasstrom gelangen. Auf diesem Weg könnte man daher unbeabsichtigt mit den Teilchen in Kontakt kommen. In der Krebstherapie (Chemotherapie) wird eine bestimmte Platin-Form, das Cis-Platin, verwendet, das auf alle Zellen giftig wirkt.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Werden sehr kleine Platinpartikel, z.B. aus einem Auto-Katalysator, freigesetzt und dann eingeatmet, können sie in einem gewissen Umfang von der Lunge über den Blutstrom hin zur Leber wandern. Dort richten sie aber keinen nennenswerten Schaden an.

Platin-Nanopartikel sind üblicherweise kaum giftig. Das Krebsmedikament Cis-Platin jedoch zerstört sowohl schnellwachsende Krebszellen als auch gesunde Zellen.

 

Fazit

Im Alltag besteht für Menschen keine Gefahr, weil der Körper nur im geringen Umfang mit Platin-Nanopartikeln in Kontakt kommt. Auch für die Umwelt sind diese Teilchen ungefährlich.

 

Nebenbei

  • Platin ist das seltenste Edelmetall und teurer als Gold
  • für den Arbeitsplatz gibt es einen festgelegten Grenzwert (MAK-Wert) für Platin-Verbindungen von 2 µg/m³ pro Tag