Qantenpunkte (englisch Quantum Dots, QDs) sind eine Klasse von "Nanokristallen" mit einem sehr kleinen Durchmesser von häufig nur einem oder wenigen Nanometern. Wegen ihrer besonderen Eigenschaften werden sie in optischen oder elektronischen Anwendungen eingesetzt, z.B. in der Photovoltaik für Solarzellen. QDs werden auch im medizinischen Bereich erprobt, da die winzigen Teilchen über ihre optischen Eigenschaften beispielsweise Tumore im Gewebe sichtbar machen können (sogenanntes „Tumor targeting").

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

Der Verbraucher kommt derzeit nicht mit den Quantenpunkten in Berührung, da sie ausschließlich in der Forschung eine Bedeutung haben. Ihre Verwendung in Produkten des täglichen Lebens schließt sich ohnehin aus, weil sie in vielen Fällen giftige Metalle enthalten.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Da Verbraucher nicht mit QDs in Kontakt kommen, gilt das Folgende nur für Mitarbeiter von Forschungslaboren: Wenn QDs verschluckt werden, löst häufig die Magensäure die Beschichtung der Teilchen ab, so dass das Material frei liegt. Über die Haut werden QDs nur aufgenommen, wenn sie bereits geschädigt ist. Dort können die Partikel auch Entzündungen auslösen. Nach der Aufnahme in den Körper reichern sich die QDs wie für vergleichbare partikuläre Materialien üblich in der Leber und der Milz an. Da sie relativ stabil sind, können sie lange Zeit in den Organen verbleiben. Alle Studien zur Aufnahme, Verteilung und dem Übertritt durch die Blut-Hirn-Schranke wurden mit Tieren durchgeführt, meist nach intravenöser Gabe.

 

Fazit

QDs sind von wissenschaftlichem Interesse, werden jedoch in verbrauchernahen Produkten nicht eingesetzt. Da sie meist auch giftige Elemente wie Cadmium enthalten, wird auch in Zukunft eine Anwendung am Menschen nicht möglich sein.