Titannitrid (TiN) ist ein extrem harter Werkstoff, in seiner Nanoform werden mit ihm Werkzeuge und Implantate beschichtet. Das Material wird auch Kunststoffen zugesetzt, insbesondere PET-Flaschen. Titannitrid verbessert die Eigenschaften des PET und beschleunigt den Herstellungsprozess der Flaschen.

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

WasserflascheWasserflascheTiN-Nanopartikel werden in allen Anwendungen in gebundener Form eingesetzt, also als Beschichtung oder eingearbeitet in den Kunststoff. Grundsätzlich geht man davon aus, dass sich keinerlei Titannitrid Bestandteile aus diesen Beschichtungen herauslösen.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Ob nanometerkleine Titannitrid-Partikel gefährlich sind, wurde bisher kaum untersucht. TiN in sehr dünnen Schichten (10 – 100 nm), wie sie beispielsweise für Gelenkimplantate verwendet werden, zeigt keine schädliche Wirkung auf menschlichen Zellen. Deshalb gehen Experten davon aus, dass TiN-Beschichtungen gut verträglich sind. Ob Titannitrid als Nanomaterial eine Gefahr für die Umwelt darstellt, ist noch nicht bekannt.

 

Fazit

Im Alltag sind der menschliche Körper und die Umwelt nur geringen Mengen an Nano-Titannitrid ausgesetzt. Es wird als ungiftig betrachtet, so dass es für Implantate verwendet wird.

 

Nebenbei

  • Titannitrid ist ein technisches Produkt, das nicht in der Natur vorkommt.
  • Auch beim Auftragen auf die Haut wurden keine schädlichen Wirkungen beobachtet.