Wolframcarbid (WC) wird wegen seiner außergewöhnlichen Härte und Stabilität als sehr verschleißfeste Keramik eingesetzt, beispielsweise für die Herstellung von Düsen oder Werkzeugen. Weiterhin wird Wolframcarbid zur Herstellung von Hartmetallen verwendet, indem Metalle wie Cobalt, Eisen oder Nickel zugesetzt werden (z.B. Wolframcarbid-Cobalt, WC-Co).

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

Wolframcarbid wird in Form von Pulvern hergestellt, die anschließend zu Keramiken weiter verarbeitet werden. Diese Pulver können beispielsweise beim Abfüllen stauben und dabei eingeatmet werden. Daher sind in den Betrieben Schutzmaßnahmen vorgeschrieben, wie etwa Schutzmasken und Absaugvorrichtungen. Am wahrscheinlichsten ist der Kontakt mit Wolframcarbid daher für Menschen, die am Arbeitsplatz mit solchen Pulvern umgehen. In den fertig verarbeiteten Keramiken ist Wolframcarbid fest gebunden; Nanopartikel werden im täglichen Gebrauch nicht frei. Es können daher auch keine Nanopartikel in den Körper gelangen.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Wolframcarbid gehört zu den ungefährlicheren Substanzen; es wird als nicht-krebserregend eingestuft. Obwohl man das Einatmen aller Stäube vermeiden sollte, sind keine außergewöhnlichen Schädigungen der Lunge nachgewiesen worden. Auch das Verschlucken von WC gilt als ungefährlich.
Eine Freisetzung in die Umwelt wird durch moderne Filteranlagen verhindert. Abfälle werden gesammelt und wiederverwendet oder als Sondermüll entsorgt. Möglich ist eine Freisetzung durch Unfälle, beispielsweise beim Transport der Pulver. Ein solcher Fall ist bisher allerdings noch nicht vorgekommen.

 

Fazit

Im Alltag sind der menschliche Körper und die Umwelt nur geringen Mengen an Wolframcarbid Nanopartikeln ausgesetzt. Dadurch besteht keine Gefährdung.

 

Nebenbei

  • Wolframcarbid kommt in der Natur nicht vor, sondern wird durch technische Verfahren aus Wolframerzen hergestellt.
  • Reine Wolframcarbid Nanopartikel gelten als ungiftig und nicht-krebserregend.