OECD report 2017 alternative testing strategies

Die OECD (engl. Organisation for Economics Cooperation and Development) hat Ende Januar einen neuen Bericht veröffentlicht, der sich mit Alternativen Testmethoden für die Risikobewertung von Nanomaterialien befasst.

 

Der Bericht wurde im Rahmen der gemeinsamen Tagung des Chemikalienausschusses und der Arbeitsgruppe für Chemikalien, Pestizide und Biotechnologie verfasst und enthält Überlegungen dazu, wie alternative Teststrategien im Kontext der Risikoanalyse von technisch hergestellten Nanomaterialien genutzt werden können. Insbesondere Informationen zu möglichen Effekten der Nanomaterialen auf menschliche Gesundheit und Umwelt, sowie zu Kurz- und Langzeit-Exposition werden benötigt, um den Forschungsbedarf für die Entwicklung der Risikoanalysemethoden in naher Zukunft abschätzen zu können. Derzeit werden Alternative Testmethoden bereits zu Screening-Zwecken eingesetzt. Diese könnten in naher Zukunft auch für Entscheidungsfindungsprozesse wie z.B. Kategorisierung oder Read-Across innerhalb bestimmter regulatorischer Rahmenbedingungen eingesetzt und dahingehend weiterentwickelt werden.

 

Experten haben erkannt, dass Führungsrolle hier von der wissenschaftlichen Gemeinschaft übernommen werden solle, um grundlegende Herausforderungen wie die Standardisierung von Materialien, Techniken und Berichten, die Entwicklung von Experimenten, die für realistische Ergebnisse relevant sind, sowie die Koordination und den Austausch von großtechnischen Kooperationen und Daten zu bewältigen. Es wird erwartet, dass die Schlussfolgerungen aus diesem Dokument zur Entwicklung und Umsetzung von relevanten alternativen Teststrategien für Nanomaterialien beitragen können, welche die Fähigkeit zur Identifizierung von risikoarmen Nanomaterialien beschleunigen und zu einer schnelleren, kostengünstigeren und zuverlässigeren Sicherheitsüberprüfung von Nanomaterialien im Kontext des spezifischen Risikomanagements führen.

 

 

 

 

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