Zeolithe stellen für zahlreiche Industrie- und Konsumprodukte wichtige Materialien dar und werden seit einigen Jahrzehnten intensiv genutzt. Zeolithe sind sehr porös, denn ihre gerüstartige Struktur ist von unzähligen nano- bis mikrometergroßen Poren und Kanälen durchsetzt. Wegen solcher nanoskaligen Poren sind sie eine der ganz wenigen Materialklassen, die nicht nur deswegen als Nanomaterialien gelten, weil sie nanoskalige Partikel bilden, sondern auch, weil sie Nanoporen besitzen können. Sie sind vor allem als Katalysatoren in chemischen Prozessen von Interesse, da sich Flüssigkeiten frei durch die Poren bewegen können, ohne dass die Struktur sich verändert. Auch für Filtrationen können sie genutzt werden: wegen der nano-Poren können auch sehr kleine Stoffe getrennt werden, das nennt sich dann Nanofiltration.

 

Weitere Anwendungsgebiete sind beispielsweise: Ionenaustauscher, Wasserenthärter in Waschmitteln, Katzenstreu, Düngemittelzusatz, selbstkühlendes Bierfass.

 

Katze-mit-Katzenklo © Foto-Laupheim / fotolia.com

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

Durch die Verwendung von Zeolithen als Düngemittelzusatz könnten sie in die Nahrungskette gelangen. Ebenso kann ein Verschlucken nicht ausgeschlossen werden, wenn das Wasser in Schwimmteichen mit Hilfe von Zeolithpulver gesäubert wird. Zudem werden immer wieder Nahrungsergänzungsmittel auf Zeolithbasis angeboten, obwohl wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit fehlen. Da es auch als Katzenstreu verwendet wird, kommen insbesondere diese Tiere immer wieder mit Zeolithen in Kontakt, aber auch die Menschen, die das Katzenklo säubern.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Zeolithe sind unlöslich, d.h. bei einer Aufnahme in den Körper werden sie unverändert wieder ausgeschieden. Für die Unbedenklichkeit der Nahrungsergänzungsmittel liegen bislang jedoch keine wissenschaftlichen Studien vor; als Medikamente sind diese Präparate in Deutschland nicht zugelassen.

Bislang liegen keine Daten dazu vor, wie Zeolithe sich in der Umwelt verhalten. Hier fällt es generell schwer, die natürlich vorkommenden von technisch hergestellten Zeolithen abzugrenzen. Man geht zurzeit davon aus, dass rund 150 Zeolith-Arten industriell produziert werden. Nur ein Teil davon liegt in Form von Nanopartikeln vor. Da Zeolithe in Waschmitteln als Phosphat-Ersatz Verwendung finden, ist nicht auszuschließen, dass die Substanzen über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Zeolithe werden unter natürlichen Bedingungen in andere Verbindungen umgewandelt; zudem findet auch in Kläranlagen ein Zerfall der Zeolithe statt. Hierbei werden Komponenten frei, die Aluminium und Silizium enthalten. Diese Komponenten sind ebenfalls ungiftig.

 

Fazit

Von Zeolithen geht keine Gefahr aus, sie werden vom Körper wieder ausgeschieden.

 

Nebenbei

  • Zeolithe haben durch ihre Mineralstruktur auch eine antiseptische Wirkung. Gerade beim Katzenstreu kommt dies in hohem Maße der Tiergesundheit zu Gute.

 

 

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