BAuA Symposium

WHO-Fasern, Nanomaterialen und neue Werkstoffe: Muss der Arbeitsschutz ein neues Asbest-Problem bewältigen?

Am 20. April 2016 lädt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) alle Interessierten zu einem internationalen Symposium über asbestartige Fasern, Nanomaterialien und fortschrittlichen Materialien ein. Das Ziel ist es, eine transdisziplinäre Debatte zwischen Vertretern der Wissenschaft, Behörden, Industrie und anderen interessierten Parteien aus der Governance-Landschaft zu neuen Werkstoffen (engl. advanced materials) zu starten. Die Veranstaltung richtet sich auch an die Mitglieder der WHO Arbeitsgruppe "WHO Leitlinien für Nanomaterialien und die Gesundheit der Arbeitnehmer", die am 18. und 19. April in den Räumen der BAuA in Dortmund zu einem Meeting persönlich zusammen kommen.

 

Die Nanotechnologie hat maßgeblich das Spektrum des gezielten Materialdesign erweitert. Es ermöglicht die Entwicklung von fortschrittlichen Materialien, wie Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit verschiedensten Faser-Formen und –Dimensionen. Die Ergebnisse aus einem Jahrzehnt der Forschung zu den toxikologischen Wirkungen von Nanomaterialien zeigen bisher keine "nano-spezifische" Toxizität, also keine neuen Toxizitäts-Mechanismen als Folge der verringerten Größe. Aber auch seit langem bekannte Substanzen und Partikel-bezogene gesundheitliche Auswirkungen können im Zuge der neuen Materialien wieder auftreten! In der Tat deutet einiges darauf hin, dass asbestartige Fasern ein wichtiges Thema für die Arbeitsschutz, -sicherheit und Gesundheit sind. Mehr als zehn Jahre nach dem EU-weiten Verbot von Asbest können Lehren aus der Vergangenheit helfen, Empfehlungen und Leitlinien für eine nachhaltige Ansätze zur Vermeidung eines neuen Asbestproblems am Arbeitsplatz zu schaffen. Neueste Ergebnisse aus der Nanosicherheitsforschung bieten Ansätze für eine Verfeinerung des Faser-Prinzips und öffnen dadurch die Tore für eine sichere Materialentwicklung. Davon ausgehend besteht ein großer Bedarf nach flexiblen und anpassungsfähigen Regulierungsansätzen, die mit dem Tempo der technologischen Entwicklung auf dem Gebiet der Materialforschung mithalten können.

 

 

WANN: 20. April 2016, 10:00 – 16:00 Uhr

WO: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Hauptgebäude (Hörsaal, Haus 1), Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund, Deutschland

Teilnahme & Anmeldung: Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Die Anmeldung ist noch möglich bis zum 15. April 2016 entweder über das Online-Formular (https://www.baua.de/en/Service/Registration/Registration.html) oder direkt per E-mail an das AnmeldebüroP.

 

Kontakt @ Fachbereich 4 - Gefahrstoffe & biologische Arbeitsstoffe, BAuA:

  • Wissenschaftliches Programm: Rolf Packroff, Wissenschaftl. Direktor, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  • Weitere Auskünfte: Katharina Niesmann, Phone +49 231 9071-2019, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Anmelde-Büro: Astrid Haase-Rüsse, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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